Mittwoch, 15. Januar 2014
Das Wer und Warum
In einem Blogbeitrag lud ich ein, mir unter la-petite-mort@hotmail.de zu schreiben.

Heute nutze ich die Gelegenheit und möchte mich vorstellen und meine Beweggründe erklären.

Ich bin ein Kind des Ruhrgebiets, Mitte 40 und lebe in "geordneten Vehältnissen". Äußerlich betrachtet das langweilige Leben eines Normalos, wenn da nicht die geheimgehaltenen Aktivitäten wären, die einen Teil meines Ichs ausmachen, zu dem man aber öffentlich nicht stehen mag.
Unweigerlich stünden "diese Bilder" zwischen mir und meinen Bekannten.

Es dauerte viele Jahre, um die Entwicklung zu verstehen und es auch gesellschaftlich einzuordnen.
Nachdem ich zu dem Ergebnis kam, JEDER hat "Bilder" im Kopf und Sex ist nicht nur ein Zufallsprodukt des Augenblicks, sondern der Versuch, seinen "Bildern" möglichst nahe zu kommen, recherchierte ich im Internet und in der Welt der Bücher (Psychologie, Psychotherapie und Forensik). Nicht alles ist machbar, legal oder nur moralisch zu vertreten. Aber die Gedanken sind bekanntlich frei.
Doch wie weit sind unsere Tagträume ein Teil unserer Persönlichkeit, des wahren Ichs?
Welcher verheiratete Mann mit Kindern stellte sich erst sehr spät der Tatsache, dass er beim Onanieren an Männer dachte? Dies sich selbst einzugestehen, dass es die "wahre, natürliche" Bestimmung ist, kostet Mut. Heute vielleicht nur noch unter Profifußballern ein Problem.

Dies hat nicht immer zur Folge, dass man sein Leben radikal ändern muss. Hat eine Frau die sexuelle Fantasie, von mehreren Männern gegen ihren Willen genommen zu werden, ist das sicherlich nicht ihr ernsthafter Wunsch, es im echten Leben zu erfahren.
Doch wie furchtbar muss es sein, wenn man seine sexuelle Erfüllung nur in fantasierten Gewaltszenarien oder im Missbrauch von Minderjährigen findet?
Wer das bei sich feststellt, sollte sich helfen lassen, damit aus der Fantasie kein echtes Leid entsteht.
Wie viele Menschen durchleben einen lebenslangen Leidensdruck ob dieser Vorstellungen?
Wer in den 50er, 60er Jahren seinen Eltern nicht beichten wollte, dass er schwul ist, umging das Thema Eheschließung mit der unauffälligen Priesterweihe. Bis heute hat der Vatikan mit solchen Problemen zu kämpfen. (Googlet mal Schweizer Garde / eindeutige Angebote).

Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass sexuelle Orientierung nicht therapierbar ist. Man kann die Ausführung unterdrücken, aber nicht verschwinden lassen. Ein Riesenproblem für unser Strafsystem, welches auf Resozialisierung setzt, aber nicht eingestehen mag, dass Kernpädophile für immer von Kindern ferngehalten werden müssen.

Aber das ist hier nicht mein Thema.
Meine Fantasien ergeben im Kern: ich bin ein devoter Exhibitionist.

Nichts für die Gesellschaft Gefährliches. Trotzdem vom System kriminalisiert. Selber kann ich mit dem Typ des "im Park Mantelöffners" nichts anfangen, aber er ist für niemanden gefährlich, vielleicht etwas ekelig und mitunter erschreckend. Na und? Diese Zeitgenossen werden aber wie Frauenmörder verfolgt, öffentlich in Zeitungsmeldungen gesucht, usw. Ein kleiner Brandstifter und / oder Tierequäler wird auch bestraft, denen müsste aber eine erhöhte Aufmerksamkeit zuteil werden, denn diese Delikte sind oft Einstieg in die Spirale, die im Tod eines Menschen endet.

Obwohl ich mich als ungefährlich einstufe, sind meine Handlungen vielen suspekt. Meine Fantasien sind sehr umfangreich und vieles habe ich im echten Leben getestet, perfektioniert und rechtlich so gestaltet, dass man mich nicht strafrechtlich belangen konnte. Manches war auch nur in der Fantasie lustvoll, anderes war im echten Leben herzstillstandgefährdend gut.

Um nicht zuzugeben, dass alles hier der Wahrheit entspricht, habe ich die Geschichten so gestaltet, dass sie als Fantasien zu lesen sind. Es dreht sich immer um die Aufregung in der Gefahr, entdeckt zu werden und um das Manipulieren von Menschen, die mich dann im Anschluss manipulieren können. Diese Spielart habe ich bisher noch nie lesen können, bezweifel aber, dass ich der einzige Mensch auf dieser Welt bin, der soetwas praktiziert.
Ich sehe mich auch nicht als Verbalerotiker, noch möchte ich pornografische Texte hinterlassen! Sicherlich ist es an manchen Stellen "schmuddelig", aber nur soweit zum Verständnis nötig.

Und für Euch soll gelten:
Werdet Euch über Eure Wünsche und Bestimmung klar, zieht nötigenfalls Konsequenzen. Lasst Euch scheiden, verlasst das Kloster, sucht professionelle Hilfe oder versucht Eure Träume zu leben!
;-) Kleiner-Tod

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