Freitag, 10. Januar 2014
Phantomias schlägt erneut zu
Es begann erneut damit, dass Jenny mich telefonisch über Kerstins Pläne informierte.
"Andy, Kerstin wird dich die nächsten Tage anrufen und weitere Forderungen stellen. Sie hat vor der Rückgabe alles eingescannt und mit mir im Urlaub schon diskutiert, wie man das Maximale aus mir rauspressen könnte. Wegen unserer ehemaligen Nachbarschaft habe ich sie bei ihren Geldforderungen schon zurückgehalten. Ich hoffe, Dir sind unsere Verschwiegenheit 100 € Taschengeld im Monat nicht zu viel? Sie wollte mehr, sogar viel mehr!
Doch eine Idee konnte ich ihr nicht ausreden und wenn sie das von dir fordert, dann möchte ich, dass du weißt, ich bin nur bei den ersten Malen dabei, weil sie mit mir im Team arbeiten will.
Sie will dich wie auf den Fotos sehen und da es viele Fotos sind, wirst du dich mit uns, später mit ihr alleine öfters treffen müssen."
Ich sagte nicht viel zu ihrer Ankündigung und wir verabschiedeten uns.
Zwei Tage später rief mich Kerstin an:
"Hallo Andy, dank deiner Hilfe hatten wir einen echt tollen Urlaub! Das hat uns so gut gefallen, dass wir uns gedacht haben, du sponsorst uns weiterhin. Wir denken 100€ Taschengeld für jede pro Monat ist ausreichend, damit wir die Fotos nicht bei Facebook posten."
Auf meinen Einwand, dass sie das nicht wagen würden, weil man sich damit strafbar macht, sagte sie: "Nicht wir posten das, sondern ein neuer Account irgendwo aus einem Internetcafe. Wir werden damit nix zu tun haben. Aber das ist ja nicht nötig, reicht ja, wenn wir dich so sehen können. Wenn du uns das Geld vorbeibringst, dann warten wir auch, dass du die Fotos für uns nachstellst. Einige interessante Vorlagen haben wir ja und das wird auch ein Teil unseres Deals. Am Ersten des nächsten Monats erwarten wir deinen Besuch, ruf mich an für einen Terminvorschlag. Bis dahin!"

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Mittwoch, 8. Januar 2014
Phantomias
Es begann alles damit, dass ich mir ein muttersicheres Versteck für meine Ferkelfotos suchen musste. Denn schon als Schüler war mir klar, mein Zimmer ist vor plötzlichen Putzattacken meiner Ma nicht sicher und in meiner Abwesenheit könnten Peinlichkeiten entdeckt werden, die ich unbedingt von meiner Ma fernhalten wollte.
Eine große Sammlung "Lustiger Taschenbücher", die teilweise in Kartons im Keller verstaut werden mussten, erschien mir das richtige Versteck für meine Fotos, die ich in einem Bildermäppchen steckte. Diese mit viel Mühe und Körpereinsatz gefertigen Selbstportaits zeigten die Höhepunkte meiner sexuellen Selbstentdeckung. Ein doppeltes Donald Duck-Buch "Phantomias schlägt wieder zu!"opfterte ich, indem ich die Blätter in der Mitte um ein Drittel herrausschnitt und diese an den Buchenden zusammenklebte, sodass innig eine Tasche entstand, die bei einfachem Herausnehmen meine Fotos noch nicht herausfallen ließ.
So schlummerte die Kiste jahrelang im Keller und als ich bereits mit meiner Freundin in einer eigenen Wohnung zusammen lebte, erschien mir das dortige Versteck immer noch besser, als in der Nähe meiner Freundin. Da ich meiner Ma aber immer versprach, die unzähligen Bücher und Comics aus ihrem Keller zu entfernen, um alles auf dem Flohmarkt zu verramschen, hatte meine Ma keine Bedenken, alles unserer Nachbarstochter mitzugeben, von der sie wusste, dass sie mit ihrer Freundin auf dem Flohmarkt verkaufen wollte. Über deren Mutter wurde vereinbart, dass sie die Hälfte des Verkaufpreises behalten konnte.
Da ich zu dieser Zeit im Ausland im Urlaub war, erfuhr ich erst davon, als ich wieder daheim war.
Es gingen weitere zwei Wochen ins Land, als eine Facebookanfrage von der Nachbarstochter Jenny kam. Natürlich beantwortete ich diese positiv und fragte auch, ob sie alles verkaufen konnte. Meine Hoffnung war, dass sie vielleicht die ganze Kiste an einen Typen verkauft hatte und sich so meine Spur zu den Fotos verlor.
Sie sagte mir, fast allessei an einen Sammler gegangen, nur ihre Freundin Kerstin liebt die Phantomias-Geschichten, die hat sie sich zuvor herausgesucht.
Nun wusste ich, dies war eine klare Anspielung auf ihren Fund und sie konnte sich sogar als unwissend ausgeben. Ich überlegte nicht lange und erklärte ihr, dass meine Ma die Sammlung ohne meine Zustimmung herausgegeben hatte, mir diese Geschichten von Phantomias auch die liebsten waren und ob ich die Bände von Kerstin zurückkaufen könnte. Jenny versprach, Kerstin zu fragen und ob Kerstin meine Telefonnummer haben könnte, die ich dann auch herausgab.
Kerstin rief mich einen Tag später an und erklärte sich zur Rückgabe bereit, sie könne noch Taschengeld für die Mallorca-Reise mit Jenny gebrauchen und für 500 € hätte ich alle Bände mit "Inhalt" wieder.

Obwohl es viel Geld war, zahlte ich den Betrag an die beiden und ich erhielt meine Sachen zurück.

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Montag, 6. Januar 2014
Der Folgetag
Es begann alles damit, dass ich am folgenden Tag bei Frau Schubert anrief und folgendes Gespräch führte:
"Guten Morgen, Frau Schubert, es ist mir etwas unangenehm, aber da es mich die Nacht nicht schlafen ließ, muss ich Sie fragen. Gestern Nachmittag fand ich unsere Post auf dem Tisch und als ich von der Arbeit kam, lag sie dort noch nicht. Wann haben Sie die Post reingebracht?"
"Andy, das weiß ich nicht so genau, schaute nicht auf die Uhr, aber es war kurz nachdem ich um vier Uhr nach Hause kam, vielleicht halb fünf. Wieso fragst Du?"
"Weil ich befürchte, es muss mir peinlich sein und ich müsste mich entschuldigen."

Variante 1
"Du musst Dich nicht entschuldigen, hast das Klingeln nicht gehört und ich wollte auch nicht weiter dabei stören. Mach Dir keinen Kopp, ist ja alles ganz natürlich."

Variante 2
"Du warst wohl nicht da, da habe ich alles schnell auf den Tisch gelegt und bin dann sofort wieder weg. Weiß nicht, warum Du Dich entschuldigen willst."

Variante 3
"Ich sage Dir nur eins, so möchte ich Dich nicht wieder vorfinden! Aber da reden wir noch einmal drüber, wenn Deinen Mutter wieder hier ist. In der Zwischenzeit lass bitte Deine Schuhe vor der Wohnungstür stehen, damit ich weiß, dass Du da bist."

Variante 4
"Mach' Dir keine Sorgen, das bleibt unter uns. Ich fand das jetzt nicht schlimm, aber wenn es Dir peinlich ist, habe ich dafür Verständnis. Damit ich demnächst weiß, was Du da drinnen treibst, kannst Du ja die Schuhe mit den Schuhspitzen zum Hausflur auf der Fussmatte stehen lassen, dann weiß ich, ich darf nicht reinkommen. Stellst Du sie anders herum auf die Matte, komme ich rein. Du darfst in Deiner Wohnung machen, was Du willst. Sollte es Dich gar nicht stören, wenn ich Dich dabei sehe, dann ist auch alles okay, denn mich stört es nicht, wenn ich Dich dabei vorfinde."

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